Dienstag, 28. April 2009

Das Brautkleid - Anprobe, Klappe die erste

Am 18.04.09 war es soweit, ich sollte mein Kleid bekommen. Also fuhren wir wieder nach Bremen und zusammen mit meiner Freundin traf ich in der Brautmodenabteilung vom Dodenhof ein. Ich war inzwischen richtig aufgeregt denn immerhin hatte ich 6 Kilogramm abgenommen – das macht mindestens eine Kleidergröße aus. Hoffentlich klappt das alles mit dem Kleid.

Ohne lange zu warten kam ich an die Reihe und die Verkäuferin half mir beim Anziehen. Sie zog auch die Schnürung am Rücken zusammen und ich fühlte mich gut in dem Kleid. Die Schneiderin schnitt von Unterrock ab, was unten zu viel war und steckte das Kleid ab. Alles saß perfekt und bei den Laufproben durch den Raum fühlte ich mich großartig. Von der Schneiderin hörte ich dann die Worte „jetzt dürfen Sie aber nicht mehr abnehmen, sonst passt am Ende das Kleid nicht mehr“. Oh Schreck, bis zur Hochzeit hätte ich gerne noch ein wenig mehr abgenommen. Aber gut, damit kann ich leben. Immerhin ist es bestimmt auch schwer, das Gewicht zu halten.

Trotzdem konnte ich es nicht fassen, dass das Kleid nicht an den Seiten abgesteckt wurde und es trotzdem richtig saß.

Nun gut, meine Freundin machte ein paar Fotos. Außerdem legte ich die Kette um, die ich von der Inhaberin von Vinetaperlen.de bekommen hatte. In den Farben meines Kleides wollte sie mir meine Kette und passende Ohrringe anfertigen. Ich hatte eine Musterkette mitbekommen um zu testen ob alles passt – und es passte.

Nachdem wir auch für meine Freundin ihr Kleid für die Hochzeit bekommen hatten, verließen wir überglücklich das Einkaufszentrum.

Am Montag schickte ich ein paar Fotos zu ein paar meiner Kolleginnen, weil ich meine Freude über mein Kleid mit ihnen teilen und ihnen natürlich stolz das Kleid zeigen wollte. Es war auch ein Foto mit einer Rückenansicht dabei. Irgendetwas stimmte auf diesem Foto nicht. Doch ich sollte mit der „Erleuchtung“ bis zum Abend brauchen. Erst dann fiel mir plötzlich auf, dass die Schnürung nicht passte. Ich saß im Auto und hatte das Foto vor Augen und plötzlich wusste ich was an dem Foto nicht stimmte: die Schnürung war komplett zugezogen. So wollte ich das aber nicht haben! Weder mir noch meiner Freundin war das aufgefallen.

Ich recherchierte im Internet nach Fotos mit Kleidern, die im Rücken eine Schnürung hatten. Die meisten Kleider waren so geschnürt, dass eine Art Dreieck zu sehen war; in der Taille eng zusammen und nach oben hin weiter auslaufend. So ähnlich war das Kleid auch geschnürt, als ich es im Dezember beim Kauf anprobiert hatte.

Immerhin konnte ich die Nacht nicht richtig schlafen. Ich befürchtete, das Kleid wäre nun nicht mehr so schön, wie ich es haben wollte. Damit wäre nun alles gelaufen.

Also rief ich gleich am nächsten Tag im Dodenhof an, um der Verkäuferin mein Anliegen mitzuteilen. Ich hatte Glück, man hatte noch nicht mit dem Abschneiden und Nähen angefangen. Es war natürlich möglich die Seiten abzunähen, aber dann wollte man auch mit der Änderung der Länge warten. Es könnte sein, dass beim seitlichen Abändern die Länge dann nicht mehr stimmt. Sicher sah die Verkäuferin das nicht so eng wie ich. Ihr gefiel die enge Schnürung. Doch ich wollte es eben anders und so wurde vereinbart, dass ich noch einmal zur Anprobe kommen sollte. Lieber einmal mehr nach Bremen zur Anprobe gefahren als hinterher ständig sich ärgern.

Freitag, 3. April 2009

Hochzeitsmarsch oder auf der Suche nach dem richtigen Ton

Warum machen wir es uns so schwer? Eigentlich könnten wir auf die Musik von Standesamt und Kirche zurückgreifen. Bei den vielen Hochzeiten, die bisher im Schloss und in der Kapelle abgehalten wurden, wird man sicher auf ein reiches Musikangebot zugreifen können. Aber nein, wir wollen diesmal alles perfekt machen. Also wollen wir auch die Musik bestimmen, die gespielt wird. Diesmal muss alles stimmen.
Seitdem wir vom Standesamt in Bergen wieder zurück in Pritzwalk waren, machten wir uns Gedanken zu unserer Musik. Zum einen hätten wir gerne Jazzmusik zu unserer Trauung im Schloß. Es könnten aber auch ein paar schöne Pop Musiktitel zu hören sein oder aber Titel aus dem Film „High Society“. Doch alles zusammen passt schon von der Musikrichtung nicht und außerdem haben wir nur 30 Minuten zur Verfügung und müssen in diesem 30 Minuten Musik zum Hereinkommen, Instrumentalmusik zur Zeremonie und Musik zum Ausmarsch zusammenstellen. Schwierige Kost.
Bei musicload luden wir einige Lieder herunter, ein paar Titel nahmen wir von vorhandenen CD's und so konnten wir schon einmal alles zusammenstellen und sichten, was uns gefiel. Es war aber viel zu viel und so wurde das eine um das andere Lied von der Zusammenstellung gelöscht. Wir haben noch immer zu viel Titel und langsam erweist sich unsere Idee als ein schwieriges Unterfangen. Immerhin muss die CD letztlich auch ordentlich abgemischt werden. Darum wollte sich mein Sohn kümmern. Doch auch das wird einige Zeit in Anspruch nehmen.


Die Musik für die Kirche ist auch nicht so einfach zu finden. Ich hätte ja gerne einen Gospelchor zur Trauung gehabt aber für die kleine Kapelle, in der wir heiraten, ist solch ein Chor doch etwas to much. Wir heiraten ja in einer kleinen Holzkapelle in Ralswiek, die nach schwedischem Vorbild errichtet wurde. Da haben sogar größere Hochzeitsgesellschaften Schwierigkeiten, Platz darin zu finden.
In der Kapelle befindet sich eine etwas veraltete einmanuale Orgel. Das bedeutet es können auch nicht alle Titel gespielt werden. Außerdem musste ich erst einmal im Internet recherchieren was man zur kirchlichen Trauung an Musik spielt. Ich fand ein paar sehr schöne Musikstücke, obwohl ich nicht weiß ob man diese auf besagter Orgel spielen kann. Wir haben für unsere Gäste auch noch eine Überraschung, die wir hier aber auch nicht nennen können. Wir selbst freuen uns sehr darüber, auch wenn dies etwas unser Budget überzieht. Es wird bestimmt einmalig. Darüber schreibe ich nach der Hochzeit.
Jedenfalls muss hierfür auch eine Abstimmung mit dem Kantor erfolgen.


Wir haben noch ganz schön fiel zu tun um alles passend zu machen. Mir graut etwas davor und ich habe Angst es zeitlich nicht zu schaffen.